Kommen Sie in unser neues Museum:

Jetzt mit Audio-Video im Museum

jetzt auch mit "Bergmannsessen"

Scherperessen aus der Holzmolle

Termine für Gruppen jederzeit möglich!

Sie finden uns in im Zentrum von Lindhorst, 

auf dem historischen "Hof Gümmer", Bahnhofstr.37

Führungen jeden 1. und 3. Sonntag im Monat oder auf Anmeldung

 

Anmeldung:

Handy: 0178 726 3559

Reinhard Falke

info(at)hof-guemmer.de

Gunter Ludewig mit einem von vielen Care - Paketen, die nach dem Krieg an die Bergleute verteilt wurden.

Auf deutlich größerer Ausstellungsfläche mehr Exponate / Reger Besucherstrom

 

LINDHORST. Gunter Ludewig, Ausstellungsleiter des vor rund vier Wochen neu eröffneten Bergbau - Museums im Dorfgemeinschaftszentrum Hof Gümmer, ist rundum zufrieden. Der Besucherandrang erfüllt alle Erwartungen und im neuen Museum steht mehr Ausstellungsfläche für mehr Exponate als vorher zur Verfügung. Kurzum: Für den Hobby - Historiker Ludewig ist "das neue Bergbau - Museum schöner, besser und interessanter".

 

 

 

 

 

 

Museen von der Art des Lindhorster Museums wollen Erinnerungen wach halten, wollen Eindrücke vermitteln von einer Zeit, die immer mehr in Vergessenheit gerät. Die im Museum gezeigten Exponate sind der Epoche zuzuordnen, als die Bergleute nach Lindhorst kamen. Vor rund siebzig Jahren war Lindhorst eine von Landwirtschaft geprägte Siedlung, industrielle Fertigung praktisch nicht vorhanden. Als im Georgschacht in Stadthagen die Kohlevorräte zur Neige gehen, verlagert sich der Ort der Kohlegewinnung immer mehr in Richtung Lüdersfeld und Auhagen. Dort finden viele Menschen Arbeit unter und über Tage und sie beziehen Wohnraum in Lindhorst. Als Folge verändert der Ort mit seinem bisher ländlich geprägten Leben sein Aussehen rasant. Wohnen 1939 lediglich 1000 Menschen in dem Dorf, hat sich 1950 die Zahl geradewegs verdoppelt. Im September 1958 sind  knapp 3000 Personen im Bergbau der Region beschäftigt, in Lindhorst leben jetzt über 4000 Menschen. Lindhorst hat sein Aussehen radikal verändert.  Aus der bäuerlichen Siedlung von einst ist eine Gemeinde geworden, deren Bürger überwiegend in der Industrie beschäftigt sind.

Kopfbedeckungen, so wie sie von den Bergleuten getragen wurden.
Das Grubentelefon machte die Verständigung unter Tage möglich.
Die Ausstellung zeigt eine Reihe von Grubenlampen, die bei der Arbeit im Stollen Verwendung fanden.

Im Original vorhanden: Teil einer Waschkaue.

Der Kultur- und Förderverein Schaumburger - Bergbau mit Sitz in Lindhorst hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an diese Zeit und diese Entwicklung wach zu halten. Dazu hatte der Verein in den neunziger Jahren die Bergbau - Museums - Stube in Vornhagen eröffnet, jetzt betreibt er das deutlich vergrößerte Bergbau - Museum in Lindhorsts Ortsmitte. Gunter Ludewig kann seine Exponate auf vier Ebenen auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern ausstellen, dazu verfügt der Verein über das gemütlich und bisher schon sehr gut besuchte Museumscafe "Zum Pferdestall". Die Räumlichkeiten hat die Gemeinde an den Verein für zwanzig Jahre verpachtet, mit der Option auf weitere zwei Jahrzehnte.
Die Fachwerkkonstruktion des Gebäudes mit den hölzernen Streben und Balken im Inneren stellt einen interessanten Gegensatz zu den industriell genutzten Gegenständen des Bergbaus dar, die in den hellen, geräumigen und hohen  Räumen gezeigt werden. Sehr zufrieden ist Ludewig mit der Lage in der Ortsmitte und in unmittelbarer Nähe zum Seniorenheim Hof Gümmer. Die Lage mitten in Lindhorst veranlasst viele Einwohner einfach mal vorbeizuschauen, so Ludewig, und so mancher, der auf eine Tasse Kaffee ins Museumscafe kommt, der schaut sich auch in den Räumen des Museums um. Zudem hat Ludewig die Feststellung gemacht, dass viele der Besucher des Seniorenheims eine Besichtigung des Museums mit ihrem Besuch verbinden. Seit der Öffnung vor vier Wochen haben sich obendrein schon zahlreiche Besuchergruppen von Ludewig durch die Ausstellung führen lassen - das Museum mit dem angeschlossenen Cafe entwickelt sich immer mehr zu einem Publikumsmagneten.
Auf großes Interesse stößt der Stollennachbau, der deutlich größer und detailgenauer ist als in dem früheren Domizil in Vornhagen, und in dem mehr bergmännisches Gezäh (Werkzeug) im Original zu sehen ist, darunter eine mit Pressluft betriebene Bohrmaschine, ein Grubenwagen sowie etliche  Grubenlampen. Nicht fehlen dürfen natürlich die notwendigen Gegenstände, mit denen eine Explosion unter Tage herbeigeführt werden konnte. Etwas Besonderes für das kleine Museum ist zudem der Teil einer Waschkaue, die der Sammlung aus Obernkirchen zur Verfügung gestellt wurde.
Gunter Ludewig ist bemüht, den Besuchern immer wieder etwas Neues zu bieten. So veranstaltet er über das Jahr verteilte wechselnde Sonderausstellungen. Gegenwärtig ist eine der "Bergarbeiter Siedlung Lindhorst" gewidmet. Für die nächste Zeit plant er Sonderschauen zu weiteren Lindhorster Themen. Dabei sollen der frühere Bahnhof und die Molkerei im Mittelpunkt stehen. Dafür sucht der Ausstellungsleiter aber noch zahlreiche Gegenstände, Dokumente und Fotos. Auch ist Ludewig an möglichst vielen Informationen zu diesen Lindhorster Themenbereichen interessiert. Wer Kontakt mit ihm aufnehmen möchte, kann dies über die Telefonnummer 05725/ 5243 (nach 18 Uhr) bewerkstelligen oder ihn im Museum aufsuchen. Das Museum ist täglich außer montags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Als Eintrittspreis ist angegeben: "Freiwillige Spende". Für Kinder und Schulklassen ist der Eintritt frei. Werden Vorträge oder Gruppenführungen gewünscht, so wird ein Eintritt in Höhe von 2,50 Euro pro Person erhoben. Terminabsprachen sind unter der oben angegebenen Telefonnummer möglich. Foto: privat

 

 

 

Dampfziegelei Eli Philippsohn - Ottensen

 

 

 

Neben dem Schaumburger Bergbau und der Landwirtschaft beinhaltet die Ausstellung ein wichtiges Stück Industriegeschiche: Die Schaumburger Ziegelindustrie, ihre Entwicklung und Bedeutung. Ausgehend vom Rohstoff Lehm wird der Weg von der Handstrichziegelei von ca`1860 bis zur Maschinenpruduktion in den 1950er Jahren nachgezeichnet. Die Ausstellung gewährt seinen Besuchern an einem maßstabsgerechten Modell Einblicke in die Arbeits- und Produktionsabläufe einer Dampfziegelei. Gezeigt wird u.a. auch als Teilansicht der "Hofmannsche Ringofen". Die Ausstellung enthält außerdem etliche Arbeitsgerätschaften, sowie Stellwände mit Fotos und Informationsmaterial.

 

Konzept und Projetaufbau:     Klaus Meyer

 

Klaus Meyer ist jeden 1.Sonntag vor Ort

Führungen und Vorträge auch nach Vereinbarung!!

Terminvereinbarungen: Reinhard Falke

Handy: 0178 726 3559

info(at)hof-guemmer.de

Für Gruppen bieten wir ein bergmännisches

"Scherperessen" aus der Holzmolle!

auch als Frühstück oder Abend-Vesper.

Eintritt frei